In welcher Welt möchten Sie morgen leben?

Die Pastorin Cordula Lindörfer sprach die „Gedanken zur Nacht“ im MDR Thüringen in der Woche vom 23.-27.9. 2019.

in einer Welt, in der Frieden ist.

Wie möchten Sie morgen leben? Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt? Was wäre, wenn Sie eine Sache in Ihrem Leben verändern könnten? Wie würde Ihre Welt dann aussehen?

Jule hat überhaupt keine Kraft, die morgige Welt zu ändern. Sie liegt im Bett und will eigentlich schon seit zwei Stunden schlafen. Aber ihr Herz schlägt schnell.

Bumm. bumm. Deine Befristung läuft bald ab.

Bumm. Bumm. Unmöglich familienfreundliche Arbeitszeiten in deinem Job zu finden.

Bumm. Bumm. Apropros Familie – ohne Vater – da fehlt doch was.

Bumm. Bumm. Wie willst du das alles bloß schaffen?

Wenn Jule einen Wunsch frei hätte für den morgigen Tag, dann würde sie sich wünschen, dass ihr Herz ruhiger schlägt. Ihr Verstand sagt: Das ist unmöglich. Es gibt einfach zu viele Dinge, in deinem chaotischen Leben, die belasten.

Gott sieht das anders. Er verspricht einen Frieden, der da ist, auch wenn man es logisch nicht verstehen kann. Der mitten im Chaos, das Herz ruhig schlagen lässt. In der Bibel steht: „Macht euch um nichts Sorgen. Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn. Dann wird der Frieden Gottes, der weit über alles Verstehen hinausreicht, über euren Gedanken wachen und euch in eurem Innersten bewahren.“

Probieren Sie es doch mal aus. Vielleicht ist Ihre Welt morgen dann eine ganz andere.

Cordula Lindörfer aus Eisenach.

in einer Welt, in der ich nicht vergessen bin.

Wie möchten Sie morgen leben? Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt? Was wäre, wenn Sie eine Sache in Ihrem Leben verändern könnten? Wie würde Ihre Welt dann aussehen?

Werner hat immer gern angepackt. Er träumt nicht von einer besseren Welt – Er macht sich seine Welt besser. Zu wenig Platz in der Wohnung? Das selbstgebaute Regalsystem schafft Stauraum. Den Beruf gibt es nach der Wende nicht mehr? Ein Anpacker wie Werner findet auch ungelernt einen Job.

Doch in letzter Zeit liegt Werner oft wach. Aus der Wohnung unter ihm kommt Krach als wäre es mitten am Tag. Kinder spielen, es wird geduscht, gegessen, gelacht. Diese neue Familie, sieht nicht nur anders aus. Sie lebt auch total anders. Sie sprechen eine Sprache, die Werner nicht versteht. Und es ist nicht nur diese eine Familie. ‚Es sind viele.‘ findet Werner. Er befürchtet, dass immer mehr kommen.

‚Wie soll das bloß werden?, fragt Werner sich. Es ist noch nicht mal genug Arbeit für uns da.

Zum ersten Mal bekommt er das Gefühl, das er keinen Einfluss auf die Welt von morgen hat. Dass er abgeschrieben sein wird.

In der Bibel steht: Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte, und euer Vater im Himmel ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

Hey Werner: Gott sieht dich! Er weiß, was du brauchst. Er freut sich, wenn du diese Welt gestaltest. Er freut sich aber auch, wenn du ihm zutraust, dass er für dich sorgen kann. Gott vergisst dich nicht. Das gilt auch uns.

Cordula Lindörfer Eisenach.

in einer Welt, in der Freiheit ist.

Wie möchten Sie morgen leben? Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt? Was wäre, wenn Sie eine Sache in Ihrem Leben verändern könnten? Wie würde Ihre Welt dann aussehen?

Mia schreckt hoch. Es ist mitten in der Nacht. Schon wieder hatte sie denselben Traum. Sie befindet sich auf einer großen Wiese. Um sie herum viele Menschen. Alle tanzen vergnügt. Es ist Sommer. Die Sonne scheint. Aber das Verrückteste an diesem Traum ist: Mia tanzt auch. Nicht nur ein bisschen, sondern völlig frei und ausgelassen. Unbändig. Wild. Mitten zwischen all diesen Menschen.

Verschlafen schüttelt sie den Kopf. So ein verrückter Traum. Nie im Leben würde sie sich trauen vor anderen Menschen zu tanzen. Sie ist eher der Typ Mensch, der nicht so auffällt. Den man übersieht. Sie wird rot, wenn sie vor anderen sprechen muss. Fühlt sich klein. Wurde oft klein gemacht.

Tja, das wäre doch mal eine schöne neue Welt: In der auch Mia tanzen kann. In der sie frei ist, sie selbst zu sein. Und nicht immer das Gefühl hat, sie müsse sich verstecken, weil andere dominanter sind als sie.

In der Bibel steht: Wenn ein Mensch zu Christus gehört, ist er eine neue Schöpfung. Was er früher war, ist vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen. Hey Mia, darf ich dir einen Tanzpartner vorstellen? Jesus Christus bietet dir an mit ihm durchs Leben zu gehen. An seiner Hand kannst du zu der werden, die wirklich in dir steckt. Mutig und frei.

Dass auch Sie das erleben, liebe Hörer, wünscht Ihnen Cordula Lindörfer aus Eisenach.

in einer Welt, die eine neue Perspektive hat.

Wie möchten Sie morgen leben? Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt? Was wäre, wenn Sie eine Sache in Ihrem Leben verändern könnten? Wie würde Ihre Welt dann aussehen?

Thomas wüßte ganz genau, was er verändern würde. Er würde dem Ziffernblatt seiner Uhr noch drei Stunden hinzufügen. Diese Zeit würde ihm erlauben, seine Familie täglich zu sehen. Er könnte zur Arbeit pendeln. Er könnte jede Nacht in dem Haus schlafen, das er für sich und seine Familie gebaut hat. Er hätte Zeit sich im Fußballverein zu engagieren, in dem er schon als Junge gespielt hat. Und würde trotzdem noch die Weiterbildung schaffen, die sein Chef ihm angeboten hat.

Zeit ist, was ihm fehlt. Es gibt so vieles, was er in dieses Leben packen möchte. Jetzt wo er gesund und fit ist. Die Stunden am Tag reichen einfach nicht aus. Manchmal hat er sogar das Gefühl, dass ein Leben gar nicht ausreicht.

Die Bibel spricht davon, dass dieses Leben nur der Anfang ist. Dass es nach dem Tod weiter geht. Mit einer neuen zeitlichen Perspektive. Zeit, die ewig zur Verfügung steht. Wer in Verbindung mit Jesus lebt, der bekommt diese Ewigskeitsperspektive. Der blickt anders auf das Leben in dieser Welt. Auf einmal muss man nicht mehr alles in ein Leben packen. Muss nicht gegen die Zeit anrennen, die immer schneller ist, als man selbst. Man verpasst nichts, wenn man hier nicht alles erlebt. Denn das Beste kommt noch. So eine neue Perspektive wünsche ich Ihnen für Ihr Leben. Cordula Lindörfer Eisenach.

in einer Welt, die Kopf steht

Wie möchten Sie morgen leben? Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt? Was wäre, wenn Sie eine Sache in Ihrem Leben verändern könnten? Wie würde Ihre Welt dann aussehen?

 

Tom liegt im Bett und kann vor lauter Ärger nicht einschlafen. Schon wieder hat er es nicht geschafft. Dabei hatte er sich so angestrengt. Er hatte sein Bestes gegeben. Aber das merkt ja keiner. Gesehen werden immer nur die, die als erstes ins Ziel rennen. Seitdem er in der Schule ist, wünscht er sich, eine Medaille beim Sportfest zu bekommen. Aber erster werden immer nur die anderen.

‚Wenn ich mal groß bin‘, denkt sich Tom, ‚dann besorg ich extra Medaillen für die Letzten, die ins Ziel kommen. Einfach dafür, dass sie durchgehalten haben. Und die kommen dann als erstes aufs Siegertreppchen. Noch vor den Gewinnern.‘ Mit diesem Vorsatz gelingt es ihm einzuschlafen.

Das ist eine wirklich tolle Idee, die du da hast, kleiner Tom. Weißt du, mit dieser Idee bist du gar nicht allein. Einmal hatten sich die Freunde von Jesus ziemlich doll gestritten. Darüber, wer eigentlich der Größte ist. Jesus sagt ihnen: „Wer der Erste sein will, der muss der Letzte von allen werden und allen anderen dienen.“ Diese Ansicht stellt unsere Welt so ziemlich auf den Kopf. Aber vielleicht können wir genau das mal gebrauchen. Danke für deine Idee. Und jetzt schlaf gut, kleiner Tom. Und auch Ihnen eine gute Nacht. Cordula Lindörfer aus Eisenach.